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Vom 18. bis 25. Juli organisiert die Bewegung für den Sozialismus (BFS) in Deutschland das 41. Sommerlager der Vierten Internationale.
Das Sommerlager der Vierten Internationale kehrt nach 42 Jahren nach Deutschland zurück. Das erste Sommercamp der Vierten Internationale fand 1984 im Schwarzwald unweit Freiburg im Breisgau statt. Damals arbeiteten die Sozialistische ArbeiterInnenpartei / Parti Socialiste Ouvrier (Schweiz) und die Gruppe Internationale Marxisten (Deutschland) und ihre Jugendorganisationen zusammen. Das waren die Vorgängerorganisationen der Bewegung für den Sozialismus und der Internationalen Sozialistischen Organisation.
Mit dem Sommerlager verfolgen wir das Ziel, Organisationen aus der revolutionär-marxistischen Tradition und interessierte Sympathisant:innen miteinander zu vernetzen. Wir wollen gemeinsam lernen und gestalten das Programm entsprechend. Die verschiedenen Delegationen am Sommercamps bieten Vorträge von Aktivist:innen aus dem Umfeld der Vierten Internationale und Workshops an. Diese reichen von theoretischen Einführungen über Erfahrungsberichte aus der politischen Praxis bis zu praktischen Workshops. Vom Verständnis einer Einheitsfront über den Austausch zu Uni-Besetzungen in Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung bis zur Anleitung wie eine Volksküche organisiert wird, ist alles dabei. Wir organisieren Treffen, an denen sich die verschiedenen Delegationen zum jeweiligen Kontext in ihren Ländern und über die Aktivitäten ihrer Organisationen austauschen. In Kommissionen lernen die Delegationen gemeinsam aus ihren unterschiedlichen Erfahrungen in ausgewählten Arbeitsbereichen.
Zum Programm gehört auch ein lockererer Teil, der genauso wichtig für die Vernetzung ist: gemeinsamer Singabend mit revolutionären Liedern aus verschiedensten Ländern, Rallys mit Reden zu verschiedenen Themen und thematische Partys.
Das Sommerlager hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt: Einerseits sind die großen Delegationen aus dem spanischen Staat, Frankreich und Italien kleiner geworden, andererseits sind kleinere Delegationen größer geworden. Dadurch ist auch der Austausch zwischen den Delegationen enger geworden.
Neu sind auch die zahlreichen Räume, die für spezifische Unterdrückungserfahrungen geschaffen wurden. So gibt es Austauschmöglichkeiten für rassifizierte Genoss:innen und trans Genoss:innen. Das erlaubt es, die marxistische Auseinandersetzung mit verschiedenen Unterdrückungsformen weiterzuentwickeln und die Kritik am Reproduzieren dieser innerhalb von linken Organisationen zu stärken.
Das diesjährige Programm beginnt mit einem Tag zu Antiimperialismus und Antifaschismus. Es setzt an den Ereignissen der letzten Monate und Jahre an, der massiven Zuspitzung der imperialistischen Spannungen. Unsere Antwort darauf ist ein solidarischer Antiimperialismus: Weder wird der Bombenterror der USA und Israels der Bevölkerung im Iran Freiheit bringen noch wir er das iranische Regime stürzen, das noch Anfang dieses Jahres Tausende Demonstrant:innen ermordet hat. Wir orientieren uns an linken Kräften vor Ort und lehnen es ab, in geopolitischen Blöcken zu denken.
Die Faschisierung ist in vielen Ländern im Vormarsch, in immer mehr Ländern kommt die extreme Rechte an die Macht. In anderen Ländern setzen «moderatere» Regierungen die Forderungen um, die vor einigen Jahren noch als rechtsextrem galten. Die Verstrickung der extremen Rechten mit breiten Teilen des fossilen Kapitals ist unübersehbar. Der Kampf gegen die Klimakrise ist die Basis für jede sozialistische und internationalistische Politik. Auf einem kaputten Planeten gibt es auch keine sozialistische Perspektive mehr. Deshalb steht auch die Frage der Klimakrise im Zentrum dieses Lagers. Inmitten dieser Entwicklungen versuchen wir zu analysieren, warum es zu diesen Entwicklungen gekommen ist und wie wir dagegen kämpfen können.
Das internationale, antikapitalistischer Sommerlager ist ein Ort für Austausch und Vernetzung, der langfristige Verbindungen schafft, die die wichtige Grundlage für internationale Vernetzung schafft.
Komm mit ins internationale, antikapitalistische Sommerlager auf der Schwäbischen Alb, um eine Woche lang Internationalismus zu leben, politischen Austausch zu haben und langfristige Kontakte zu knüpfen. Das genaue Programm wird bald auf der Website https://www.internationalcamp.org/ einsehbar sein.
Die Teilnahme für junge Menschen in Deutschland und Österreich kostet 160 Euro. Wer nähere Informationen oder sich direkt anmelden will, fülle bitte dieses Formular aus oder schreibe an redaktion@emanzipation.org. Weitere Infos gibt es bei der Bewegung für den Sozialismus.
Unterstütze gerne unser Sommerlager mit einer Spende um die Anreise von Genoss:innen außerhalb West-/Mitteleuropas zu ermöglichen.
Name: BFS Zürich
Adresse: 8000 Zürich
Bank: PostFinance AG, 3030 Bern
IBAN: CH40 0900 0000 1684 1072 9
BIC/SWIFT: POFICHBEXXX
Überweisungszweck: Spende internationales Sommerlager
