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Daniel Tanuro erörtert in diesem Beitrag einige Herausforderungen, die sich bei der Anwendung des „Manifests für eine ökosozialistische Revolution – Bruch mit dem kapitalistischen Wachstum“ stellen, das die Vierte Internationale auf ihrem letzten Weltkongress verabschiedete. Er präsentierte die Überlegungen dieses Artikels an einer Veranstaltung des International Institute for Research and Education im September 2025 in Manila. Abschließend schlägt er einige Elemente einer möglichen Konkretisierung des Manifests in den Philippinen vor.
Auf ihrem letzten Weltkongress verabschiedete die Vierte Internationale ein Dokument mit dem Titel „Manifest für eine ökosozialistische Revolution – Bruch mit dem kapitalistischen Wachstum“.[1] Ziel dieses Vortrags ist es nicht, auf die Einzelheiten dieses Textes einzugehen, sondern vielmehr die darin behandelten Probleme vorzustellen. Abschließend werde ich einige Elemente für eine mögliche Konkretisierung im Rahmen der Philippinen vorschlagen.
Ausgangspunkt: die enorme Bedrohung durch die „ökologische Krise”
Unserer Meinung nach konfrontiert uns diese Krise mit einer existenziellen Bedrohung, die nicht nur in der Geschichte des Kapitalismus, sondern auch in der Geschichte der Menschheit ohne historischen Präzedenzfall ist. Wissenschaftler:innen identifizieren neun Parameter für die Nachhaltigkeit des menschlichen Lebens auf dem Planeten Erde:[2]
- Der Klimawandel, der hauptsächlich durch die steigende CO₂-Konzentration in der Atmosphäre verursacht wird, welche überwiegend aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe stammt.
- Der Verlust der biologischen Vielfalt dessen Rhythmus derzeit höher als beim Aussterben der Dinosaurier vor 60 Millionen Jahren ist.
- Die Luftverschmutzung durch Partikel, die zahlreiche Atemwegserkrankungen verursacht.
- Die Vergiftung der Ökosysteme durch „neue chemische Substanzen”. Dazu zählen radioaktive Nuklide, Pestizide, PFAS… meist krebserregend, von denen sich einige anreichern, weil sie nicht – oder nur sehr langsam – auf natürliche Weise abgebaut werden können.
- Die Veränderung der Landnutzung und die Verschlechterung der Böden durch Entwaldung, Erosion, Nährstoffverlust, Zerstörung der Feuchtgebiete usw.
- Die Versauerung der Ozeane und damit das Absterben der Korallenriffe, Hotspots der Biodiversität.
- Die Süßwasserressourcen.
- Die Störung des Stickstoff- und Phosphorkreislaufs. Der übermäßige Einsatz von Nitraten und Phosphaten in der Landwirtschaft führt zu einem Phänomen, das als Eutrophierung bekannt ist: Übermäßiges Algenwachstum verbraucht den im Wasser gelösten Sauerstoff.
- Der Zustand der stratosphärischen Ozonschicht, die die uns vor UV-Strahlen schützt.
Für jeden dieser Parameter haben die Wissenschaftler:innen eine „Grenze“ der Nachhaltigkeit festgelegt. Diese Grenze ist keine strenge Begrenzung, aber wenn sie überschritten wird, gelangen wir in einen gefährlichen, nicht nachhaltigen Bereich. Vor fünfzehn Jahren schätzten die Forscher:innen, dass drei Grenzen überschritten worden waren: CO2, Biodiversität und Stickstoff. Derzeit schätzen sie, dass sieben Grenzen überschritten worden sind. Der einzige Indikator, der sich positiv entwickelt hat, ist der Zustand der Ozonschicht (weil angemessene, nicht-neoliberale Maßnahmen ergriffen wurden – aus spezifischen Gründen, auf die hier nicht näher eingegangen wird). Für die Luftverschmutzung durch Partikel wurde noch keine klare Grenze festgelegt.
Wenn man diese Liste von Parametern liest, wird deutlich, dass die sogenannte „ökologische Krise” auch eine enorme soziale Krise mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen ist. Diese Folgen sind insbesondere in den Philippinen bekannt: heftigere Taifune, stärkere Regenfälle, mehr Dürren, mehr Hitzewellen, mehr Erdrutsche, mehr Überschwemmungen an Küsten und Flüssen, Anstieg des Meeresspiegels usw. All diese Phänomene verschlimmern sich und werden sich weiter verschlimmern, wenn sich nichts ändert.
Wenn man die Ozonschicht einmal außer Acht lässt, sind die anderen Fragen sehr eng miteinander verflochten, und der Klimawandel spielt dabei eine zentrale Rolle. Die globale Erwärmung beschleunigt den Verlust der biologischen Vielfalt, die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist eine der Hauptursachen für die Luftverschmutzung durch Partikel, die Versauerung der Ozeane ist eine Folge der steigenden CO2-Konzentration in der Atmosphäre, die Entwaldung ist die zweitgrößte Quelle von CO2-Emissionen, überschüssige Nitrate zerfallen zu einem starken Treibhausgas (Lachgas), Pestizide und PFAS sind Produkte der fossilen (petrochemischen) Industrie…
Wissenschaftler:innen warnen seit Jahrzehnten vor einer Katastrophe, aber die Regierungen haben nichts – oder fast nichts – unternommen. Heute leugnen einige Staatschefs wie Trump und Millei offen die Realität. Andere ergreifen Maßnahmen, die völlig unzureichend und ineffektiv sind und die Situation sogar verschlimmern können; darüber hinaus stellen sie diese Maßnahmen derzeit im Namen der Wettbewerbsfähigkeit in Frage.
Aufgrund dieser Haltung ist die Katastrophe nicht mehr nur eine Möglichkeit. Tatsächlich sind wir bereits in die Katastrophe eingetreten, und sie schreitet immer schneller voran. Wenn sich nichts ändert, wenn kein Notfallplan umgesetzt wird, wird sie außer Kontrolle geraten. Der physische Zustand der Erde wird sich verändern, und eine Umkehr wird nicht mehr möglich sein. Die Katastrophe wird zu einer Massenkatastrophe werden, vergleichbar mit derjenigen, die das Ende der Dinosaurier verursacht hat. Nach einigen neueren Forschungsergebnissen könnte eine Abfolge von „positiven Rückkopplungen”, die bei einer Erwärmung um 2°C einsetzt, ausreichen, um den Planeten auf diesen unumkehrbaren Weg zu bringen.
Obwohl sie nicht dafür verantwortlich sind, sind die Armen die Hauptopfer, insbesondere in den ärmsten Ländern. Derzeit sind laut IPCC (AR6, Arbeitsgruppe 2, vollständiger Bericht) [3] drei Viertel der weltweiten Anbauflächen von Ertragseinbußen aufgrund meteorologischer Dürren betroffen; 3 bis 3,5 Milliarden Menschen sind stark vom Klimawandel betroffen; vier Milliarden Menschen leiden zumindest während eines Teils des Jahres unter schwerer Wasserknappheit. Die meisten dieser Menschen sind arm und leben in den ärmsten Ländern. Die Existenz dieser Menschen ist gefährdet.
Ein bekannter Klimatologe, ehemaliger Co-Vorsitzender der IPCC-Arbeitsgruppe I, sagte kürzlich in einem Interview: Bei der derzeitigen Entwicklung steuern wir in den kommenden Jahrzehnten auf einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 4 °C zu. Niemand weiß genau, wie die Erde in dieser Situation aussehen würde, aber eines ist absolut sicher: Ein so heißer Planet könnte nicht das Leben von 8 Milliarden Menschen erhalten, wahrscheinlich nur die Hälfte davon.
Der grundlegende gesunde Menschenverstand sollte dringend drastische Maßnahmen der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit diktieren. Warum werden diese nicht ergriffen? Was ist stärker als der gesunde Menschenverstand, stärker als der kollektive Überlebensinstinkt? Die Antwort ist glasklar: das Streben nach Profit, das unweigerlich dazu führt, dass immer mehr Waren zu immer niedrigeren Kosten produziert werden, wodurch immer mehr soziale Ungleichheiten und Diskriminierungen entstehen.
Die einfache Wahrheit ist, dass der Kapitalismus ein produktivistisches System ist und dieser Produktivismus destruktiv ist. Sozialer Kapitalismus existiert nicht. Grüner Kapitalismus existiert aus dem gleichen Grund nicht. Wir müssen versuchen, dieses absurde System loszuwerden. Wenn wir das nicht tun, wird es die unteren Klassen zerstören und möglicherweise die Menschheit und die Natur, deren Teil sie ist, zerstören.
Eine Revolution – eine globale soziale, ökologische, feministische, antikolonialistische Revolution – ist objektiv notwendig. Das ist der Ausgangspunkt unseres Manifests.
1. Eine neue globale historische Perspektive
Dieser Ausgangspunkt ist nicht neu. Aber er impliziert eine neue globale historische Perspektive. Im Kommunistischen Manifest schrieben Marx und Engels, dass das Proletariat die politische Macht übernehmen müsse, um die Gesamtproduktivkräfte so schnell wie möglich zu steigern. Das ist weltweit keine Option mehr. Selbst eine stationäre Wirtschaft ist keine Option mehr. Weltweit bedeutet die Tatsache, dass die Grenzen der Nachhaltigkeit überschritten wurden, dass der Kapitalismus uns zu weit gebracht hat. Wir müssen zurückgehen, Punkt. Die Steigerung der Produktivkräfte ist das, was der Kapitalismus tut. Wir müssen sie weltweit verringern. Mit anderen Worten: eine Wachstumsrücknahme (Degrowth) ist objektiv notwendig. Degrowth ist kein Gesellschaftsprojekt – Ökosozialismus ist unser Projekt. Es ist keine Forderung. Es ist eine Notwendigkeit, die wir beim Übergang zu einer anderen Gesellschaft berücksichtigen müssen.
Diese globale Degrowth-Perspektive scheint völlig im Widerspruch zur Situation in einem Land wie den Philippinen und anderen armen Ländern zu stehen. Tatsächlich bleibt ein großer Teil der sozialen Bedürfnisse unerfüllt. Ein Viertel der Bevölkerung hat nicht genug zu essen. Man muss das Bildungssystem, das Gesundheitssystem, ein Verteilungssystem, das alle mit Trinkwasser versorgt, und so weiterentwickeln.
Diese Bedürfnisse sind völlig legitim. Niemand kann sie leugnen, sie müssen befriedigt werden. Das erfordert selbstverständlich ein gewisses Wirtschaftswachstum. Es wird Zement benötigt, um angemessene Häuser für alle zu bauen. Es wird Energie benötigt, um diesen Zement herzustellen. Es werden Fähigkeiten benötigt, um all diese Herausforderungen im Interesse der Armen zu bewältigen.
Mit anderen Worten: Die Menschheit kann die sozial-ökologische Krise nur bewältigen, wenn sie das in der UNFCCC verankerte Grundprinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und Fähigkeiten” respektiert. Die entwickelten Länder sind für die Krise verantwortlich, sie müssen dafür bezahlen. Sie haben die Fähigkeiten, sie müssen diese weitergeben. Sie müssen ihre Emissionen um 15 % pro Jahr reduzieren. Dies ist nur durch einen radikalen wirtschaftlichen Rückgang möglich, der auch die Armen in diesen Ländern berücksichtigt.
Die Herausforderung der Wachstumsrücknahme betrifft jedoch auch die armen Länder. Tatsächlich bedeutet das Prinzip der „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und Fähigkeiten” nicht, dass diese Länder dem Entwicklungsmuster der Industrieländer folgen können.
Dieses Muster basierte – und basiert immer noch – auf fossilen Energieträgern und Agrarindustrie. Die globale herrschende Klasse und die kapitalistischen „Eliten” im globalen Süden behaupten, dass dieses extraktivistische Muster es selbst den ärmsten Ländern ermöglichen werde, zu den am weitesten entwickelten Ländern aufzuschließen. Das ist völlig falsch. Die Wahrheit ist, dass sich die von den Armen ertragene Katastrophe noch verschlimmern wird, wenn arme Länder dieses „Entwicklungsmodell“ weiterverfolgen – wie es China tut –, und dass sich die Katastrophe dadurch noch schneller zu einer Weltkatastrophe ausweiten wird. Man versteht sofort, dass dies keine vernünftige Perspektive ist!
2. Konsequenzen für die ärmsten Länder
Dies führt unser Manifest zu einer wichtigen Schlussfolgerung. Zitat: „Das Gerede vom ‚Aufschließen des Südens an den Norden‘ ist bloß eine Schimäre, ein Vorwand, um die Fortsetzung der kapitalistischen und imperialistischen Ausbeutung und die wachsende Ungleichheit zu verschleiern. Mit der Zunahme von Umweltkatastrophen verliert dieses Gerede die letzte Glaubwürdigkeit.“ (S. 73). […] „Jetzt ist nicht die Zeit zum ‚Aufholen‘, sondern zum globalen Teilen.“ (S. 74) […] „Um ihre Bedürfnisse zu befriedigen, brauchen die Menschen in den dominierten Ländern ein Entwicklungsmodell, das dem imperialistischen und produktivistischen Modell radikal entgegensteht, ein Modell, das öffentliche Dienstleistungen für die breite Bevölkerung in den Vordergrund stellt und nicht die Produktion von Gütern für den Weltmarkt. Dieses antikapitalistische und antiimperialistische Modell enteignet die Monopole in den Bereichen Finanzen, Bergbau, Energie und Agrarindustrie und sozialisiert sie unter demokratischer Kontrolle.” (S. 75)
Das Manifest geht noch weiter. Es unterscheidet zwischen den sogenannten „Schwellenländern“ und den ärmeren Ländern wie den Philippinen, die jährlich durchschnittlich 1,4 t CO2 pro Kopf ausstoßen (weniger als die durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen, die weltweit erforderlich sind, um das Pariser Abkommen einzuhalten).
„Besonders in den ärmeren Ländern wird die Notwendigkeit, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen, für eine gewisse Zeit eine Steigerung der materiellen Produktion und des Energieverbrauchs erfordern. Im Rahmen des alternativen Entwicklungsmodells und einer Neugestaltung der internationalen Handelsbeziehungen wird der Beitrag dieser Länder zum globalen ökosozialistischen Degrowth und zur Achtung des ökologischen Gleichgewichts aus folgenden Maßnahmen bestehen:
- gerechte Reparationen von Seiten der imperialistischen Länder durchsetzen;
- den aufwändigen Konsum der parasitären Eliten ein für alle Mal beenden;
- umweltzerstörerische Megaprojekte bekämpfen, die den Interessen der neoliberalen kapitalistischen Politik dienen, beispielsweise riesige Pipelines, pharaonische Bergbauprojekte, neue Flughäfen, Offshore-Ölquellen, gigantische Wasserkraftwerke und eine überdimensionierte touristische Infrastruktur, mit der sich die Reichen die Natur und das kulturelle Erbe aneignen;
- eine ökologische Agrarreform an die Stelle des industriellen Agrobusiness setzen;
- die Zerstörung von Biomen [4] beenden, etwa die Zerstörung durch Viehzüchter, Palmölplantagen und Agrobusiness im Allgemeinen, durch Bergbauindustrie, durch ‚Waldkompensationen‘ (REDD- und REDD+-Projekte [5] ) und ‚Fischereiabkommen‘ zugunsten multinationaler Konzerne usw.“ (S. 75)
Wir haben gesehen, dass dieser Entwicklungsweg (ökosozialistisches Degrowth) im Widerspruch zum produktivistischen Ansatz des Kommunistischen Manifests steht. Aber er steht keineswegs im Widerspruch zum Marxismus. Tatsächlich hat Marx selbst seine Meinung geändert. Der Marx des Kommunistischen Manifests sah die Befreiung der Ausgebeuteten und Unterdrückten als Voraussetzung für die Steigerung der Produktivkräfte. Zwanzig Jahre später, in Das Kapital, sieht Marx die Emanzipation („die einzig mögliche Freiheit”) als abhängig von der rationalen Steuerung des Stoffwechsels zwischen der Menschheit und dem Rest der Natur. Er ist nun weder Produktivist noch Bewunderer der Technologie im Allgemeinen. Im Gegenteil, er prangert das Bündnis zwischen der Agrarindustrie und der Großindustrie an, „indem [die kapitalistische Produktion] zugleich die Springquellen allen Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.” [6] Und das ist nicht das letzte Wort seiner Entwicklung. Am Ende seines Lebens stellt Marx in seinem Brief an die russische Populistin Wera Sassulitsch klar, dass die „ländliche Kommune“, wo sie existiert, im Bündnis mit der Arbeiter:innenklasse der entwickelten Länder den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft ohne Umweg über den Kapitalismus ermögliche. [7] Diese letzte Entwicklung seines Denkens ist heute von großer Bedeutung, insbesondere im Lichte der Kämpfe der indigenen Völker. Wir betrachten unser Manifest daher als eine Erweiterung und Vertiefung der kontinuierlichen Entwicklung von Marx.
3. Ein erneuertes Übergangsprogramm: Frauen, Bäuer:innen, indigene Völker
Die neue, anti-produktivistische Perspektive des Manifests impliziert eine Erneuerung unseres Programms, das heißt unserer Vision von der Welt, für die wir kämpfen, unserer Forderungen und unserer Strategie. Ich kann nicht auf alle diese Aspekte im Detail eingehen. Die Welt, für die wir kämpfen, ist Gegenstand des wichtigen zweiten Kapitels unseres Dokuments. Es basiert auf der Idee, dass, sobald die grundlegenden Bedürfnisse demokratisch befriedigt sind, das Sein wichtiger ist als das Haben. Was die Übergangsforderungen betrifft, die eine Brücke zur neuen Gesellschaft schlagen, bleiben wir der von Leo Trotzki skizzierten Methode verpflichtet und übernehmen vollständig die von ihm vorgebrachten Forderungen, wie die Enteignung großer kapitalistischer Konzerne, die Verkürzung der Arbeitszeit, die Arbeiter:innenkontrolle usw. Aber wir erweitern den Anwendungsbereich.
Wir erweitern den Blickwinkel, weil wir alle sozialen Bewegungen als Teil des Klassenkampfs betrachten.
„Klassenkampf ist keine leere Abstraktion. Marx definiert ihn als die „wirkliche Bewegung, die den jetzigen Zustand aufhebt“, und benennt seine Akteur:innen. Die Kämpfe von Frauen, LGBTQI+-Personen, unterdrückten Völkern, rassistisch diskriminierten Bevölkerungsgruppen, von Migrant:innen, Kleinbäuer:innen und Indigenen für ihre Rechte entwickeln sich nicht nebenher und ohne Zusammenhang mit den Kämpfen der Werktätigen gegen die Ausbeutung der Arbeitskraft durch die Bosse. Sie sind Teil des lebendigen Klassenkampfs.
Sie sind Teil davon, weil der Kapitalismus die patriarchale Unterdrückung von Frauen braucht, um den Mehrwert zu maximieren und die soziale Reproduktion zu geringeren Kosten sicherzustellen; er braucht die Diskriminierung von LGBTQI+-Personen, um das Patriarchat zu legitimieren; er braucht den strukturellen Rassismus, um die Ausplünderung der Peripherie durch das Zentrum besser zu rechtfertigen; er braucht die unmenschliche „Asylpolitik“, um die industrielle Reservearmee zu regulieren; er braucht die Unterwerfung der Kleinbäuerinnen unter das Diktat der Junk Food produzierenden Agrarindustrie, um den Preis der Arbeitskraft zu drücken; und er braucht die Beseitigung noch bestehender wertschätzender Beziehungen innerhalb menschlicher Gemeinschaften und zur Natur, um sie durch die individualistische Ideologie der Herrschaft zu ersetzen, eine Ideologie, die menschliches Zusammenleben in einen Automaten und alles Lebendige in tote Dinge verwandelt.“ (S. 79)
Das Manifest räumt feministischen Forderungen einen zentralen Platz ein. Frauen kümmern sich mehr um andere als Männer. Die Gründe dafür werden unter Feministinnen diskutiert: Liegt es an ihrer Natur oder an patriarchaler Unterdrückung? Wir glauben, dass patriarchale Unterdrückung der entscheidende Faktor ist, aber darum geht es hier nicht. Der Punkt ist, dass „sich kümmern” das ist, was wir dringend brauchen, um gegen die ökosoziale Katastrophe anzukämpfen: Wir müssen uns tatsächlich um die Menschen und die Natur kümmern.
Fürsorge bedeutet, die zentrale Bedeutung der sozialen Reproduktion im Vergleich zur Produktion anzuerkennen. Diese kann nur noch an Bedeutung gewinnen im Kontext der notwendigen Wende zu einem gerechten, ökosozialistischen Degrowth. Es ist kein Zufall, dass heute die Rechte, die extreme Rechte und reaktionäre Kräfte im Allgemeinen die Rechte der Frauen heftig attackieren, insbesondere ihr Recht, über ihren eigenen Körper und ihre Fortpflanzungsfähigkeit zu bestimmen. Männerdominanz und Machismo werden von der extremen Rechten als Waffen der Herrschaft über die Frauen eingesetzt und gefördert. Diese Herrschaft über Frauen ist Teil eines umfassenderen reaktionären Projekts der Herrschaft über die Gesellschaft und der Aneignung der Natur durch das Kapital. Letztendlich ist die zunehmende Gewalt gegen Frauen (und gegen LGBTQI+) Ausdruck der Tatsache, dass die herrschende Klasse entschlossen ist, ihr System der Ausbeutung von Menschen und Natur mit allen Mitteln zu verteidigen.
Die Bedeutung, die den indigenen Völkern beigemessen wird, ist ein weiteres Beispiel für unseren neuen Ansatz im Übergangsprogramm. Auch wenn sie nur eine Minderheit der Weltbevölkerung ausmachen, liefern die indigenen Völker den Beweis, dass eine andere Beziehung zwischen der Menschheit und der übrigen Natur möglich ist. Ihr Zeugnis ist von großer ideologischer Bedeutung.
„Indigene Völker und traditionelle Gemeinschaften stehen an vorderster Front im Kampf gegen die zerstörerische Herrschaft des Kapitalismus über ihre Körper und Territorien. In vielen Regionen sind sie sogar die Vorhut der neuen revolutionären Bewegungen der subalternen Klassen. Daher betrachten wir sie als wesentlichen Teil des revolutionären Subjekts im 21. Jahrhundert.“ (S. 79)
Aus denselben Gründen misst das Manifest auch den Kämpfen und Forderungen der Kleinbäuer:innen gegen die Agrarindustrie große Bedeutung bei.
„Es bedarf einer pro-aktiven Politik, um die Entwaldung aufzuhalten und die Agrarindustrie, die industriellen Baumplantagen und die Großfischerei durch kleinbäuerliche Agrarökologie, Ökoforstwirtschaft bzw. Kleinfischerei zu ersetzen. […] Kleinbäuer:innen und Fischer sind von der Allgemeinheit angemessen zu entschädigen, nicht nur für ihren Beitrag zur menschlichen Ernährung, sondern auch für ihren Beitrag zur Ökologie. […] Vorrangiges Ziel ist die Ernährungssouveränität im Sinne der Vorschläge von Via Campesina. Das erfordert eine radikale Agrarreform: das Land denjenigen, die es bearbeiten, insbesondere den Frauen; Enteignung der Großgrundbesitzer und der kapitalistischen Agrarindustrie, die Waren für den Weltmarkt produzieren; Verteilung von Land an Kleinbäuer:innen und Landlose (Familien oder Genossenschaften) zugunsten einer biologischen Landwirtschaft.“ (S. 64)
4. Eine erneuerte Strategie
Ein erneuertes Programm impliziert logischerweise auch eine erneuerte Strategie. Das Manifest bricht mit der dogmatischen Vorstellung vom Klassenkampf als Aktion einer objektivierten/idealisierten industriellen, hauptsächlich männlichen Arbeiterklasse. Die Kämpfe der Frauen, der Jugend, der indigenen Bevölkerung, der Kleinbäuer:innen, der Migrant:innen und der LGBTQI+-Personen sind nicht nur Teil des Klassenkampfs, sondern spielen unter bestimmten Umständen sogar eine entscheidende Rolle. Man denke nur an Greta Thunberg, die den Atlantik überquert und eine Klimademonstration mit 500.000 Menschen in Montreal mobilisiert oder nach Gaza segelt, um die Blockade durch Israel zu durchbrechen: Mit diesen Aktionen steht sie an der Spitze des Klassenkampfs!
Darüber hinaus tragen diese Kämpfe dazu bei, die produktivistische Ideologie innerhalb der Arbeiter:innenklasse zu bekämpfen. Dieser Punkt wurde übrigens bereits von Lenin in seinem Kampf gegen den „“Arbeiterkult“ und den „Ökonomismus“ (in „Was tun?“) festgestellt [8]:
„Das politische Klassenbewußtsein kann dem Arbeiter nur von außen gebracht werden, d. h. aus einem Bereich außerhalb des ökonomischen Kampfes, außerhalb der Sphäre der Beziehungen zwischen Arbeitern und Unternehmern. Das Gebiet, aus dem allein dieses Wissen geschöpft werden kann, sind die Beziehungen aller Klassen und Schichten zum Staat und zur Regierung, sind die Wechselbeziehungen zwischen sämtlichen Klassen.“
Deshalb betont das Manifest in seinem letzten Kapitel die Bedeutung einer Strategie, die auf der Konvergenz und Artikulation der Kämpfe basiert. Das ist kein einfacher Weg, denn jede soziale Bewegung hat ihren eigenen Rhythmus und ihre Besonderheiten. Aus diesem Grund ist es übrigens von entscheidender Bedeutung, politische Parteien aufzubauen, deren Mitglieder in den verschiedenen sozialen Bewegungen aktiv sind.
5. Ein Notfallplan für Klima- und Sozialgerechtigkeit auf den Philippinen?
Das Kommunistische Manifest war kein Endpunkt, sondern ein Ausgangspunkt für Marx’ und Engels’ Denken. Das Gleiche gilt für unser ökosozialistisches Manifest, auch wenn es natürlich nicht denselben historischen Anspruch hat! Unser Manifest ist eigentlich nichts anderes als eine Diagnose, eine daraus resultierende Perspektive und einige strategische und programmatische Leitlinien. Diese Leitlinien müssen auf der Ebene der verschiedenen Länder und Ländergruppen konkretisiert und vertieft werden.
Laut dem Weltrisikobericht 2017 sind die Philippinen das drittanfälligste Land für den Klimawandel. Nicht nur die Armen werden die Hauptopfer sein, sondern die Katastrophe wird auch neue Arme hervorbringen und eine Spirale aus Katastrophenanfälligkeit und sozialen Ungleichheiten in Gang setzen. In diesem Zusammenhang könnte die Konkretisierung des Manifests darin bestehen, so etwas wie einen „Notfallplan für Klima- und Soziale Gerechtigkeit” auszuarbeiten. Das Ziel sollte sein, die wichtigsten sozialen und ökologischen Probleme anzugehen und dabei die extreme Dringlichkeit einer kohärenten, geplanten und sofortigen Antwort zu berücksichtigen.
Es gibt ein bekanntes Buch von Eduardo Galeano mit dem Titel „Die offenen Adern Lateinamerikas”. Tatsächlich sind auch die Adern der Philippinen offen, und zwar aus denselben Gründen: Kolonialismus (allerdings durch dieselbe Kolonialmacht …) und imperialistische Ausbeutung unter Mitwirkung der korrupten lokalen „Eliten”. Die Situation ist sogar noch schlimmer als die von Galeano beschriebene, denn nicht nur werden eure Arbeitskräfte und natürlichen Ressourcen geplündert, sondern als „Gegenleistung” tragt ihr auch die Hauptlast der von den kapitalistischen Mächten verursachten ökosozialen Katastrophe.
Wie könnte ein Notfallplan für Klima- und Soziale Gerechtigkeit aussehen? Auf der Grundlage dessen, was wir in den letzten Tagen gesehen und gelernt haben, könnte der Kern der Alternative eine radikale Landreform sein, die auf die allgemeine Einführung der Agrarökologie abzielt – unter Berücksichtigung der Rechte indigener Völker und des Schutzes der biologischen Vielfalt. Zwanzig Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, 60 % im (weitgehend informellen) Dienstleistungssektor. Die Frage des Landbesitzes ist entscheidend, um die Landflucht, das unhaltbare Wachstum einer Megacity wie Manila und ihrer Slums, die Auswanderung von Millionen junger Menschen (vor allem Frauen) in die Golfstaaten und andere Länder sowie die Gesundheitsprobleme, die durch die Vergiftung und Zerstörung der Umwelt entstehen, zu stoppen und möglichst umzukehren.
Die Herausforderungen sind enorm und sollten nicht unterschätzt werden. Sie erfordern strukturelle Antworten. Meiner Ansicht nach könnte eine radikale, demokratische Landreform der zentrale Pfeiler eines Plans sein, der den Grundbedürfnissen in den Bereichen Gesundheit, Wasser, Wohnen, Sanitärversorgung und Bildung gerecht wird.
Nehmen wir als Beispiel die Gefahren für Manila und seine Region. Sie resultieren aus einer Kombination von zunehmender Armut (aufgrund der kapitalistischen Entwicklungsweise) mit beschleunigter Bodensenkung (aufgrund übermäßiger Grundwasserentnahme), Anstieg des Meeresspiegels und zunehmender Heftigkeit der Taifune (beides aufgrund des Klimawandels). Der „relative Anstieg des Meeresspiegels” fasst die Auswirkungen des globalen Anstiegs des Meeresspiegels, der Sturmfluten und der Bodensenkung zusammen. Wissenschaftler:innen schätzen den relativen Anstieg des Meeresspiegels in der Bucht von Manila im letzten Jahrhundert auf 60 cm (das Dreifache des globalen Anstiegs des Meeresspiegels). Bis 2050 könnte er 2,04 Meter erreichen. Ein solcher Anstieg würde allein in Metro Manila 60 bis 80 Quadratkilometer dauerhaft überfluten. Bitte beachtet, dass diese Zahlen weder die wachsenden Risiken von Flussüberschwemmungen aufgrund häufigerer Starkregenfälle und schlechter Landnutzung (Entwaldung usw.) noch die möglichen Auswirkungen der (wahrscheinlichen) Verschiebung von Teilen der Eiskappen der Antarktis berücksichtigen!
Ein großer Teil der informellen Einwohner:innen lebt in den am stärksten gefährdeten Gebieten der Bucht von Manila. Millionen armer Menschen sind gefährdet, insbesondere Frauen, Kinder und ältere Menschen. Unterkünfte und Deiche reichen nicht aus, um die Gefahr abzuwenden. Im Gegenteil, eine solche „Business-as-usual”-Lösung könnte die Gefahr sogar noch vergrößern (das ist, was der IPCC typischerweise als „Fehlanpassung” bezeichnet, also Anpassungsmaßnahmen, die die Risiken erhöhen), insbesondere wenn sie technokratisch, ohne demokratische Kontrolle und Beteiligung der Gemeinden umgesetzt werden.
Eine Umsiedlung scheint unvermeidlich zu sein. Aber auch eine Umsiedlung muss sozial und demokratisch organisiert werden. Sehr oft werden Katastrophen von Regierungen als Strategie genutzt, um arme Menschen zu vertreiben. Soweit ich weiß, scheint dies in Manila der Fall zu sein. Nach bestimmten Studien wurden 6000 Haushalte in Gebiete umgesiedelt, in denen es keinen Zugang zu Grundversorgungsgütern gibt, wodurch sie zu neuen Slums wurden. Der letzte IPCC-Bericht erwähnt die Tatsache, dass in Manila „die Aufteilung der städtischen Infrastruktur, die die Klimaresilienz fördern sollte, zu einer marginalen Verringerung der Vulnerabilität führte, wobei die erhöhte Vulnerabilität der ausgegrenzten Gemeinschaften die verringerte Vulnerabilität der wohlhabenderen Gemeinschaften mehr als ausglich”. Der Grund dafür ist politischer Natur: „Anpassungspläne werden in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen/finanziellen Tragfähigkeit bewertet”.
Umsiedlungen und andere Anpassungsmaßnahmen sind dringende Forderungen, die ein klares Bekenntnis zu sozialer Gerechtigkeit, Ökologie und Demokratie erfordern. Insbesondere Umsiedlungen erfordern Planung, öffentliches Eigentum an Grund und Boden, öffentliche Unternehmen zum Bau angemessener Wohnungen in einem guten städtischen Umfeld und Kontrolle durch die Bevölkerung, um Korruptionsskandale zu verhindern. Im weiteren Sinne erfordert Umsiedlung ein Entwicklungsmodell, das mit den verschiedenen Formen des Extraktivismus (Bergbau, Agrarindustrie und industrielle Fischerei) bricht, die eine schlechte, ungleiche Unterentwicklung begünstigen (die Tatsache, dass die Philippinen in der Reisproduktion nicht autark sind, spricht für sich). Mit anderen Worten: Die Bekämpfung der sozial-ökologischen Bedrohungen erfordert Maßnahmen, die beginnen, die kapitalistischen Regeln zu untergraben.
6. Ein Kampf um politische Macht
Die unmittelbaren dringenden Probleme anzusprechen und sie mit antikapitalistischen Lösungen zu verknüpfen, war die Übergangsmethode, die Lenin in seinem berühmten Text „Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpft“ anwandte [9]. Wir alle sollten ihn noch einmal lesen, er ist eine Quelle der Inspiration.
Ein solcher Notfallplan, der sich auf die wichtigsten unmittelbaren ökosozialen Probleme und Bedrohungen stützt, mag übertrieben oder unrealistisch erscheinen. Aber höchstwahrscheinlich wird, leider, die fortschreitende Katastrophe seine Relevanz und Dringlichkeit in den Augen eines wachsenden Teils der Bevölkerung deutlich machen.
Diese Bewusstseinsentwicklung könnte langsamer verlaufen als in Russland zwischen Juli und Oktober 1917 (Lenin schrieb „Die drohende Katastrophe” im Juli). Das liegt daran, dass der Rhythmus der ökosozialen Katastrophe derzeit noch relativ langsam ist. Dieser Rhythmus ist jedoch nicht linear, was bedeutet, dass eine plötzliche Beschleunigung möglich ist. Wir sollten lautstark Alarm schlagen.
Im Falle des Anstiegs des Meeresspiegels besteht, wie ich bereits sagte, eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein riesiger Gletscher in der Antarktis (der Totten-Gletscher) zerfällt. Niemand weiß, wann dies geschehen wird, aber Wissenschaftler:innen halten es für unvermeidlich und gehen davon aus, dass dies zu einem sofortigen Anstieg des Meeresspiegels um mindestens 1,5 m führen wird…
Zwei weitere Beispiele: Nach Angaben des IPCC könnte aufgrund der globalen Erwärmung und des Absterbens der Korallenriffe das maximale Fischereipotenzial der philippinischen Meere bis 2050 im Vergleich zu den Werten von 2001-2010 um 50 % zurückgehen. Nach Angaben des World Resource Institute wird das Land bis 2040 unter einer starken Wasserknappheit leiden, mit negativen Folgen insbesondere für die Landwirtschaft (-10 % Reisertrag bei einer Erwärmung um 1 °C).
Natürlich ist ein solcher Notfallplan für soziale und ökologische Gerechtigkeit nur möglich, wenn er mit einem Kampf um die politische Macht verbunden ist. Tatsächlich setzt die Verwirklichung des Plans eine Regierung voraus, die sich an den Bedürfnissen und der Mobilisierung der Volksklassen orientiert und mit den kapitalistischen Dogmen, der Korruption, dem Extraktivismus und der Diktatur des Finanzkapitals bricht.
Eine solche Regierung könnte dem Imperialismus nicht ohne Weiteres widerstehen, wenn sie isoliert bliebe, aber die große Ähnlichkeit der Situationen in Südostasien (die Situationen in Jakarta und Ho-Chi-Minh-Stadt sind denen in Manila sehr ähnlich) lässt hoffen, dass eine Ausweitung des Kampfes auf mehrere Länder möglich wäre.
Unser größter Wunsch ist es, dass unser Manifest die Linke und die sozialen Bewegungen dazu ermutigt, eine solche Alternative zu entwickeln und sich um sie zu vereint.
Referenzen
Daniel Tanuro präsentierte die Überlegungen dieses Artikels im September 2025 an einer Veranstaltung in Manila für Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen sozialer Bewegungen und politischer Organisationen, gemeinsam organisiert von International Institute for Research and Education in Manila und Partido Manggagawa. Der Artikel wurde zunächst am 31. Oktober in 2025 in International Viewpoint (https://internationalviewpoint.org/spip.php?article9243) publiziert.
Übersetzung aus dem Englischen, Anmerkungen und Quellenverweise: Christian Zeller.
[1] Siehe diese Ausgabe von emanzipation.
[2] Kitzmann, Niklas; Caesar, Levke ; Sakschewski, Boris und Rockström, Johan (Hrsg) (2025): Planetary Health Check 2025. A Scientific Assessment of the State of the Planet. Potsam: Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK), 142 S. https://www.planetaryhealthcheck.org/wp-content/uploads/PlanetaryHealthCheck2025_ExecutiveSummary.pdf; Richardson, Katherine, et al. (2023): Earth beyond six of nine planetary boundaries. Science Advances 9 (37), S. eadh2458. https://www.science.org/doi/abs/10.1126/sciadv.adh2458.
[3] IPCC (2022): Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability. Full Report, 28 February, 2022, Intergovernmental Panel on Climate Change. Working Group II contribution to the Sixth Assessment Report, WMO und UNEP, 3676 S. https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/; https://www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/downloads/report/IPCC_AR6_WGII_FullReport.pdf
[4] Ein Biom ist der Oberbegriff für die Gesamtheit aller darin vorkommenden Ökotope (Biotope).
[5] Leistungsbasierte Zahlungen für mess- und überprüfbare Emissionsreduktionen durch Waldschutzmaßnahmen in den sogenannten Entwicklungsländern. Als Ziel wird angegeben, Anreize für die Begrenzung der Waldzerstörung zu schaffen.
[6] Karl Marx: MEW, Band 23, “Das Kapital”, Bd. I, S. 530 https://web.archive.org/
web/20160304041338/http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_483.htm#Kap_13_10
[7] Karl Marx: Brief an V.I. Sassulitsch, 8. März 1881 MEW Dietz Verlag, Berlin. Band 19, 1962, Berlin, S. 242-243 https://www.marxists.org/deutsch/archiv/marx-engels/1881/03/sassulitsch.htm
[8] Wladimir Iljitsch Lenin: Was tun? Brennende Fragen unserer Bewegung (1902). In: Werke (Berlin 1974), Band 5, S.355-549 https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1902/wastun/index.htm
[9] W. I. Lenin: Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll (September 1917), Werke (Berlin 1974), Band 25, S. 327–377. https://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1917/09/katastrophe.html