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Ein Kampf an mehreren Fronten: Der radikale Widerstand kurdischer Frauen

Dilar Dirik (2014): Ein Kampf an mehreren Fronten. Der radikale Widerstand kurdischer Frauen. Emanzipation 4 (2), S. 14-21. [pdf]

Seit den Angriffen des Islamischen Staates gegen Kobanê ist der Widerstand der Kurdinnen und Kurden, vor allem der kurdischen Frauen, ins Licht der Medien geraten. Dass sich Frauen aus einer konservativen, männerdominierten Gesellschaft im Nahen Osten gegen solch eine brutale Organisation bewaffnen und sie sogar besiegen können, hat die Weltöffentlichkeit fasziniert. Einerseits war es höchste Zeit, dass die Welt endlich die kurdische Frauenbewegung kennenlernt – immerhin leisten die bisher weitgehend ignorierten Frauen in Kurdistan seit Jahrzehnten Widerstand gegen unterschiedliche Systeme. Doch andererseits eignen sich nun Medien des Mainstream den Überlebenskampf kurdischer Frauen für ihre Zwecke an. Dabei banalisieren und entpolitisieren sie die Hintergründe dieses Kampfes. Statt sich mit den radikalen Implikationen auseinanderzusetzen, die der Widerstandskampf von Frauen vor allem angesichts der feudalpatriarchalischen Strukturen Kurdistans beinhaltet, exotisieren viele Reporter diese Frauen als mysteriöse Amazonen und inszenieren sie als eine erotische abendländische Fantasie, ohne ihre politischen Motive zu betrachten. Im Folgenden gehe ich auf die politischen Hintergründe ein, die dem Widerstand der kurdischen Frauen zugrunde liegen. Denn hinter dem Kampf kurdischer Frauen steckt viel mehr als nur eine militärische Schlacht gegen eine mörderische Bewegung: eine radikale soziale Revolution, die weit über das Schlachtfeld hinausgeht.

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